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Kategorie: Events
von: Julia Einsiedel

Die 1. Cybersecurity Conference Rhein-Main-Neckar - ein Erfolg auf allen Linien

Vergangenen Donnerstag, den 8. Dezember 2016, fand die 1. Cybersecurity Conference Rhein-Main-Neckar im Maritim Hotel Mannheim statt.  

Von SAMA PARTNERS initiiert, wurde die Veranstaltung von der Stadt Mannheim, der Universität Mannheim und der DHBW Mannheim sowie durch das Netzwerk Smart Production unterstützt. Gemeinsames Ziel war es die Cybersecurity in Unternehmen und Haushalten der Metropolregion, welche als Silicon Valley Deutschlands gilt, ganzheitlich in den Fokus zu rücken und durch ein vereintes Vorgehen die Cybersecurity in unserer Region nachhaltig zu erhöhen.

Spannende Vorträge aus Wirtschaft und Wissenschaft sowie Live-Demonstrationen beleuchteten das Thema aus verschiedenen Blickwinkeln. Durch die interdisziplinäre Kooperation, die das Veranstaltungskonzept einzigartig macht, sollten Ansätze für mehr Cybersecurity und Lösungen für einen sicheren Umgang mit neuen Technologien und IT-basierten Prozessen geliefert werden.

Der Vormittag richtete sich an Unternehmensvertreter der Metropolregion Rhein-Main-Neckar. Spannende Praxisvorträge von Dr. Ali Mabrouk (SAMA PARTNERS), Arndt Schürg (SAMA PARTNERS), Tobias Aumüller (Lufthansa Cityline), Guido Kerbsties (Conturn AIG) und eine angeregte Plenumsdiskussion betrachteten Cybersecurity im unternehmerischen Kontext.

Welche Vorgehensweisen Cyberkriminelle schon ergriffen haben, um an gewünschte Informationen zu gelangen, verdeutlichte Dr. Ali Mabrouk in seiner Keynote. Was für ein Schreckens-Szenario bereits bei zwei Tagen Stromausfall eintreten wird (z.B. keine Heizung, kein warmes Wasser, kein Telefon, keine Akzeptanz von Kartenzahlung, keine Förderung von Benzin) stellte Arndt Schürg sensibilisierend dar.

Der Nachmittag war auf weniger fachlichen Ebene und richtete sich an Bürgerinnen und Bürger der zahlreichen Städte entlang Rhein, Main und Neckar. Sie hatten die Chance sich über die Möglichkeiten des technologischen Fortschritts und, in dessen Zuge, über Maßnahmen zum Schutz der eigenen Daten zu informieren.

Unser Security-Experte Patrick Elsässer und die Professoren Prof. Dr. Armknecht von der Universität Mannheim sowie Prof. Dr. Dennis Pfisterer und Prof. Dr. Julian Reichwald von der DHBW Mannheim verdeutlichten, anhand alltäglicher Beispiele, dass die Berücksichtigung von Cybersecurity in unserer digitalisierten Welt für jeden von Relevanz ist.

Dass ein Smartphone, aufgrund seiner Sensoren, viel mehr über uns verrät, als so manch einer vermutet, führte unter den Anwesenden, darunter Schüler und Studierende, zu einigen „A-ha-Momenten“.

Besonders aber die Einblicke in das, was bereits technisch möglich ist und wohl schon bald unseren Alltag bestimmen wird, überraschte viele der Zuhörenden.  

„Es wird immer ein Preis gezahlt werden“, warnte Prof. Dr. Reichwald vor dem sorglosen Umgang mit persönlichen Daten. Darauf, dass durch die Massen an Informationen, die die Menschen freiwillig bereitstellen, mittlerweile genaue Profile zu Aktionen, Aufenthaltsorten und Verhaltensweisen der Nutzer erstellt werden können, verwies Prof. Dr. Pfisterer.  

Fasziniert von den Möglichkeiten mit nur wenig Aufwand Kontrolle über fremde Geräte zu erlangen, folgte das Publikum aufmerksam den Live-Demonstrationen von Patrick Elsässer und den Mannheimer Squareroots. Der Security Consultant und das „ethische Hacking-Team“ zeigten wie schnell es gelingt fremde Daten abzufangen und Geräte zu infizieren. Sie veranschaulichten die Leichtigkeit auf Überwachungskameras oder Laptop-Cams zuzugreifen und so die Besitzer auszuspionieren. Aber auch der Eingang von E-Mails von vermeintlich bekannten Absendern kann eine Betrüger-Masche darstellen, wie Stefan Stahl und Dominik Hach-Schwartz von den Squareroots, anhand eines Beispiels, unter Beweis stellten.  

Die teils sehr perfiden Vorgehensweisen von Hackern sind nicht immer sofort zu erkennen. Doch jeder Einzelne - und das ist die Erkenntnis des Tages - kann etwas tun, um seine Daten und sich selbst zu schützen. 

Technische Vorkehrungen, wie der Einsatz von Firewalls oder Anti-Virus-Software stellen einen wichtigen Bestandteil dar, um einen Teil der Angreifer davon abzuhalten Kontrolle zu übernehmen und Daten abzugreifen. Aber auch das Verwenden von Wegwerf-E-Mail-Adressen zur Vermeidung von Spam, das Vermeiden von Verbindungen mit offenen WLANs und das Berücksichtigen von Zertifikatswarnungen stellen Möglichkeiten dar, ein gewisses Schutzniveau zu erreichen.  

Besonders wichtig - und das betonten alle Referenten - ist die Sensibilität eines jeden Einzelnen – im Umgang mit Daten, egal, ob im beruflichen oder im privaten Umfeld.  

Das Feedback der Teilnehmenden der 1. Cybersecurity Conference ist durchweg positiv. „Die vielen Anmeldungen für die Veranstaltung zeigen wie groß das Interesse am Thema ist“, so Dr. Ali Mabrouk von SAMA PARTNERS. Die Auftaktveranstaltung des Cybersecurity Netzwerkes Rhein-Main-Neckar, welches eine interdisziplinäre Kooperation aus Wirtschaft, Wissenschaft, Öffentlichkeit und Bürgern darstellt, gilt als voller Erfolg.

Wir sind uns sicher: Im kommenden Jahr wird es eine Fortsetzung geben. Dann mit noch größerem Rahmenprogramm.

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