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Kategorie: Portfolio
von: Fabian Gölz

„Culture meets strategy for breakfast“: Die Einführung von DevOps im Unternehmen

„Culture eats strategy for breakfast“ – mit diesem Satz hat Peter Drucker, US-amerikanischer Ökonom und Management-Consultant, auf sich aufmerksam gemacht. Auf Deutsch bedeutet die Aussage so viel wie: Jede noch so ausgeklügelte Unternehmensstrategie scheitert in ihrer Umsetzung, wenn sie nicht an die Unternehmenskultur angepasst wird.

Generell ist (Unternehmens-)Kultur etwas, das nicht messbar ist. Fest steht aber: Es geht um Werte. Damit sind die Grundsätze und Verhaltensregeln für das Miteinander in Unternehmen und Organisationen gemeint.

Es gibt kaum Unternehmen, die völlig identische Werte pflegen und leben. Hinzu kommt, dass der jeweilige (Bevölkerungs-)Kulturkreis als übergeordneter Faktor seinen Einfluss nimmt. Die Unternehmenskultur legt teilweise banale Dinge fest und setzt dennoch klare Grenzen. Eine Missachtung dieser Grenzen kann gerade bei der Umsetzung der Unternehmensstrategie zu massiven Problemen führen. Beispielsweise scheitert der Go-Live einer neuen Software nicht selten am Widerstand der Anwender.

Mit „Culture eats strategy for breakfast“ ist aber nicht ausschließlich gemeint, dass jegliche Vorhaben ohne Einbezug der unternehmenskulturellen Eigenheiten zum Scheitern verurteilt sind. Vielmehr lässt sich daraus auch der Appell des Autors ableiten, eine ganzheitliche Sicht der Dinge auf (Strategie-)Vorhaben anzuwenden. Und genau dies trifft auch auf die Einführung von DevOps – der neue Trend in der Softwareentwicklung – zu. Entsprechend der DevOps-Methodik werden die beiden IT-Domänen Entwicklung (Dev) und Betrieb (Ops) nicht als zwei unterschiedliche, traditionelle Welten (und Kulturen) behandelt. Vielmehr wird auf eine Verschmelzung der Prozesse aus beiden Bereichen und unter voller Ausnutzung der jewiligen Vorteile gesetzt, was maßgeblich zum Unternehmenserfolg beiträgt.

Die Kombination aus agiler Entwicklung, hocheffizienten, schlanken Prozessen und IT-Servicemanagement soll dies ermöglichen. Dabei ist DevOps die logische Konsequenz aus agiler Softwareentwicklung. Hier wird der unternehmenskulturelle Aspekt deutlich: Die im Zuge agiler Entwicklung erreichten Umstände, wie z.B. selbstständige Teams, Orientierung an Kunden- und Marktbedürfnissen, flache Hierarchien und offene Kommunikation, unterstützen den Schritt in Richtung DevOps und heben heute schon die Marktvorteile von Unternehmen hervor. Kurze Entwicklungszyklen und damit verbundene kurze Release-Intervalle werden in vielen Unternehmen hinreichend praktiziert.

Bottleneck Betrieb

Der „Bottleneck“ ist oftmals im Betrieb zu finden: Hier gibt es zeitlich aufwendige und nur turnusmäßig stattfindende Change Approvals, die Bereitstellung von Umgebungen, Compliance- und Security-Themen. Mit DevOps werden diese Themen nicht abgeschafft. Sie sind nach wie vor essentieller Bestandteil der IT-Wertschöpfungskette. DevOps empfiehlt jedoch die Verschlankung der Prozesse (Lean-IT) durch Automatisierung. Einfache und regelmäßig wiederkehrende Prozesse wie Approvals, Testing und Provisioning werden untersucht und soweit wie möglich automatisiert.

Auf diesem Wege findet auch eine engere Zusammenarbeit zwischen den Kolleginnen und Kollegen aus Entwicklung und Betrieb statt. Themen wie IT-Security werden in den Entwicklungsbereich hineingetragen und dort in die tägliche Arbeit integriert. So schlagen sie nicht erst beim Release Management auf. Ferner werden Entwickler mit Deployment-Prozessen vertraut gemacht und können zu einem effizienteren Deployment beitragen.

Wo stehen wir jetzt und wo wollen wir hin?

Die DevOps Praktiken sind so individuell, wie die Organisation, die DevOps einführen möchte. Die zentrale Frage für jeden, der sich mit der Einführung von DevOps beschäftigt, sollte lauten: Wo stehen wir jetzt und wo wollen wir hin? Dazwischen befindet sich ganzheitliches Change-Management mit regelmäßiger Reflexion und Kommunikation an alle Beteiligten und natürlich mit gesundem Menschenverstand. Auch kleine Erfolge sollten kommuniziert werden. Damit bleibt das Vorhaben im Gedächtnis und hält die Motivation hoch.

Das Credo lautet also: Culture meets strategy for breakfast. Gemeinsam gelingt der Weg zum Erfolg!

Mit der richtigen Vorbereitung und der Berücksichtigung aller relevanten Faktoren für die Umsetzung wird die erfolgreiche Einführung von DevOps mit all seinen Vorteilen für das Unternehmen sichergestellt.

Anzumerken gilt: Traditionelles Projektmanagement oder das Wasserfallmodell stehen keinesfalls im Widerspruch zu DevOps. Wie das geht? – keep posted to our blog!

 

Die SAMA PARTNERS Business Solutions GmbH ist eines der ersten Beratungsunternehmen im deutschsprachigen Raum, welches die revolutionären Praktiken von DevOps im Detail aufgreift und interessierten Kunden mit anerkannten Schulungen und Zertifizierungen des DevOps Institutes, sowie mit individueller Beratung bei der Umsetzung unterstützt.    

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